Milton Sanchez, Andenharfe

Der Harfenist Milton Sanchez stammt aus einem kleinen Indianerdorf im ecuadorianischen Hochland und erlernte das Harfenspielen im Alter von sechs Jahren von seinem Großvater. Die Harfe ist im Andengebiet Perus und Ecuardors ein verbreitetes Instrument. Von den Spaniern im 15. und 16.Jahrhundert mitgebracht, wurde sie von den Ureinwohnern begeistert aufgenommen und an ihre Bedürfnisse angepasst: vergrössert, mit einem aussergewöhnlichen Resonanzkörper ausgestattet und tragbar, damit sie auch im Gehen gespielt werden kann. Die Jesuiten und Franziskaner benutzten die Harfe, um die musikbegeisterten Indianer zum christlichen Glauben zu bekehren. Als Solo-Harfenist überzeugt Milton Sanchez durch seine melodisch-fröhlichen – und wie es für die Musik der Anden üblich ist – zugleich romantisch-melancholischen Melodien. Zu seinem grossen Repertoire gehören auch alte Musikstücke, die präkolumbianische Züge aufweisen. Auch als Harfenbauer ist Milton Sanchez sehr gefragt, wobei durch den Einsatz verschiedener Hölzer bei jedem Instrument eine unterschiedliche, eigene Klangqualität erzeugt wird. Infos und Fotos unter www.harfe-sanchez.de